«Arbeit und Struktur» ist eine Geschichte über das Leben und den Tod, erzählt von jemandem, der genau weiß, wie wenig Zeit ihm noch bleibt: Zwischen Klinikaufenthalten, manischen Schaffensphasen und zärtlichen Momenten mit Freunden und seiner Partnerin Carola entsteht das Bild eines Mannes, der unaufhörlich dem sicheren Tod entgegen schreitet und dennoch schreibt, dass die Zeit nach der Diagnose die besten drei Jahre seines Lebens waren. Neben der Arbeit an drei verschiedenen Romanen protokolliert er die Wechsel zwischen Panik und Gleichmut, Glück und Schlaflosigkeit, Euphorie und Nihilismus. Auf der Suche nach dem Wesentlichen richtet er den Blick radikal nach innen, und von dort wieder hinaus in die Welt. Er lässt uns teilhaben an einer ungebremsten Kollision mit nichts Geringerem als dem nackten Leben.
«Arbeit und Struktur» ist 2013 posthum im Rowohlt Berlin Verlag erschienen, entstanden aus dem Blog mit Tagebucheinträgen, den Wolfgang Herrndorf nach der Diagnose ab 2010 im Internet veröffentlicht hat. Das Buch zählt zu den bedeutendsten literarischen Zeugnissen der letzten Jahre.
Das Drehbuch stammt von Maria Schrader und Jan Schomburg, die Dreharbeiten beginnen Anfang 2027. STUDIOCANAL bringt «Arbeit und Struktur» 2028 ins Kino und übernimmt auch den Weltvertrieb.
Die Verfilmung ist eine Produktion von Komplizen Film in Koproduktion mit STUDIOCANAL, dem ZDF sowie Haut et Court und wurde gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg, der Film- und Medienstiftung NRW, der jurybasierten kulturellen Filmförderung des Bundes, der Filmförderungsanstalt (Minitraité) und Creative Europe MEDIA Slate Development.
Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren und 2013 in Berlin gestorben, hat ursprünglich Malerei studiert. 2002 erschien sein Debütroman «In Plüschgewittern», 2007 der Erzählband «Diesseits des Van-Allen-Gürtels». Es folgten die Romane «Tschick» (2010), «Sand» (2011), ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, sowie posthum das Tagebuch «Arbeit und Struktur» (2013), der unvollendete Roman «Bilder deiner großen Liebe» (2014) sowie der Band «Stimmen» (2020) mit Fragmenten aus verschiedenen Texten des Autors.
