Premiere beim Filmfestival Cologne: «Parallel» von Finja Christin Wrocklage und Kida Khodr Ramadan

«Parallel» feiert am 2. November Uraufführung beim Filmfestival Cologne. Das Drehbuch stammt von Finja Christin Wrocklage und Kida Khodr Ramadan, der auch Regie geführt hat.

Premiere beim Filmfestival Cologne: «Parallel» von Finja Christin Wrocklage und Kida Khodr Ramadan
© PARALLEL (2026)

Der 21-jährige Moshe lebt gemeinsam mit seiner Mutter am Stadtrand von Berlin. Nachdem er seinen Job als Kellner verliert, wird er von Khalil, einem im Kiez bekannten Kriminellen aus der Nachbarschaft, angesprochen. Moshes Leben gerät zunehmend aus den Fugen. Verführung durch das Verbrechen, Erwachsenwerden, Selbstzerstörung, Rücksichtslosigkeit und Moral prallen aufeinander und treiben Moshe in einen existenziellen Zwiespalt. Der neue Kinofilm von Regisseur Kida Khodr Ramadan wurde mit kleiner Guerilla-Crew in den Straßen Berlins gedreht. Der Titel spielt auf die parallelen Kulturen, Familien und Ambitionen an, zwischen denen der junge Moshe gefangen ist: Unter dem Kiezpaten Khalil will er Gangster werden und lässt sich auf Kurierdienste, Einschüchterungen und auch weitaus schlimmere Verbrechen ein. Doch bei seiner deutschen Mutter probt er weiterhin Goethe, um Schauspieler zu werden. «Parallel» ist ein harter Krimi und ein düsterer Coming-of-Age-Film über Spiel und Identität.

Zum Cast zählen u.a.: Shadi Eck, Tanju Bilir, Jeanette Hain, Franziska Weisz, Clara Vogt, Fabian Hinrichs, Stipe Ergec, Kathrin Angerer, Frank Castorf und Kida Khodr Ramadan. Es produziert die JPJ Filmproductions.

Finja Christin Wrocklage

Finja Christin Wrocklage

Finja C. Wrocklage, geboren in Flensburg, studierte Germanistik, Philosophie, Theater- und Filmwissenschaften. Ihre Bachelorarbeit schrieb sie über «Das Paradox der Wahrhaftigkeit: Die Rolle des Schauspielers bei Diderot und Brecht». Nach dem Studium zog es sie auf die Bühne und vor die Kamera, ihre Ausbildungen durchlief sie in Berlin und New York. Nach einigen Jahren als freiberufliche Schauspielerin absolvierte sie eine Drehbuchausbildung an der Skriptakademie Berlin. Im direkten Anschluss wurde sie mit ihrem Kinofilmvorhaben «Monsieur Rien» für das ScholarScript-Stipendium von Millbrook Pictures ausgewählt, welches u. a. vom Medienboard Berlin-Brandenburg finanziert und unter dramaturgischer Leitung von Keith Cunningham durchgeführt wurde. Im Sommer 2019 gewann sie mit ihrer Thriller-Miniserie «Im Dienst der Wahrheit» den S1P7 Exposé-Fördertopf. Anfang 2020 folgte die Künstlerinnenförderung des Kultursenats Berlin. Ihr Debütroman «Lauter Lichter» wurde 2022 von der VG Wort gefördert. Finja Wrocklage lebt in Berlin.