Fernsehfilm der Woche im ZDF: «Die Polizistin und die Todesstille» von Lars Becker

«Die Polizistin und die Todesstille» feiert am 21. September Premiere im ZDF. Der Film ist nach «Die Polizistin und die Sprache des Todes» (2024) der zweite Teil der Neo-Noir-Krimireihe mit Thelma Buabeng als BKA-Ermittlerin Gloria Acheampong. Wie im Pilotfilm ist Lars Becker auch diesmal für Buch und Regie verantwortlich.

Thelma Buabeng als BKA-Ermittlerin Gloria Acheampong mit ihrem Team
© ZDF / Nik Konietzny

Sechs Millionen Zuschauer sahen den Erstlingsfilm. Ein großer Erfolg, nach dem schnell klar war, dass der Film in Serie geht. Während Thelma Buabeng als BKA-Polizistin Gloria Acheampong im ersten Fall noch hoch oben im Norden an der dänischen Grenze ermittelte, ist sie im zweiten Teil im Drogenmilieu der Großstadt im Einsatz. 

Diesmal wird sie von ihrem Chef Boris Lambert nach Frankfurt am Main geschickt. Dort wurde ein verdeckter Ermittler in einem gestohlenen Auto ermordet aufgefunden. Für Gloria ist der Fall jedoch persönlicher, als ihre Kollegen ahnen: Sie kannte den Toten, Yunis Zouaï, bereits aus Studienzeiten und hatte zuletzt ein Verhältnis mit ihm. Diese Verbindung verschweigt sie zunächst.

Gemeinsam mit den Drogenfahndern Milan Stepanovic und Ronny Engels führt die Spur Gloria mitten ins Frankfurter Nachtleben. Schnell gerät Gastronom Leon Graf in den Fokus. Seine Lokale laufen nicht nur wirtschaftlich gut, sondern sollen auch zur Geldwäsche von Drogengeldern genutzt werden. Yunis hatte zuletzt in einem seiner Etablissements gearbeitet – gemeinsam mit Leons Freundin Debbie. Doch je weiter die Ermittlungen voranschreiten, desto deutlicher wird, dass mehrere Personen ein Motiv gehabt haben könnten.

Zusätzliche Brisanz erhält der Fall, weil innerhalb der Polizei offenbar Informationen nach außen dringen. Gloria muss zunehmend damit rechnen, dass sie nicht jedem in den eigenen Reihen vertrauen kann. Als schließlich auch DJ Nikki Caspari ermordet wird, rückt dessen Freundin Emma ins Zentrum der Ermittlungen. Sie könnte eine wichtige Zeugin sein, ist jedoch verschwunden. Ein entscheidendes Beweisstück vermutet Gloria zudem bei Yunis' Ex-Frau Paula. Ein Spiel gegen die Zeit beginnt.

In weiteren Rollen u.a.: Tobias Oertel, Haley Louise Jones, Marc Benjamin, Almila Bagriacik, Alexander Milo, Teresa Rizos, Nico Holonics, Slavko Popadić, Nadeshda Brennicke, Carlo Ljubek und Vincent Krüger. Es produziert Studio Zentral (Lasse Scharpen) im Auftrag des ZDF (Redaktion: Daniel Blum).

«Die Polizistin und die Todesstille» ist bereits ab dem 12. September in der ZDF-Mediathek abrufbar.

Lars Becker

Lars Becker

Lars Becker, geboren 1954 in Hannover, ist Filmregisseur, Drehbuchautor und Krimischriftsteller. Beckers Werk wurde zahlreich ausgezeichnet, so u. a. mit dem Deutschen Fernsehkrimipreis (2011) und dem Deutschen Fernsehpreis für beste Regie (2016). Seit 2003 zeigt das ZDF die beliebte Polizeifilmreihe «Nachtschicht» um Kommissar Erich Bo Erichsen (Armin Rohde), für die Becker sowohl als Drehbuchautor als auch als Regisseur wirkt. Die Serie erhielte mehrere Grimme-Preis-Nominierungen. Becker ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg, der Deutschen Filmakademie sowie des Bundesverbandes Regie. 

Lars Becker lebt in Berlin.