Sein Bruder Karl-Heinz war Vorführer beim Ufa Palast in Köln, das bedeutete: Freier Eintritt. Der junge Autor war fasziniert von dem Medium Film, «wo in 1 ½ Std. die wüstesten Ereignisse passieren durch bewegtes Licht und Schatten» und seinen Gedichtband Piloten widmete er «all denen, die sich immer wieder von neuem gern auf den billigen Plätzen vor der Leinwand zurücksinken lassen».
Daneben gab es die Bewegung »Das andere Kino«, in Köln unter dem Label XSCREEN. 800 Leute kamen ins Theater am Rudolfplatz, als im Dezember 1968 Andy Warhols Chelsea Girls gezeigt wurde. Ein Ereignis, über das Brinkmann im «Kölner Stadt-Anzeiger» schrieb: «Man muß begreifen lernen, daß ‹Leben› Film ist und nichts Natürliches – wir alle leben in der Oberfläche von ‹Bildern, die sich bewegen›. Dasein heißt Kino. 24 Stunden lang jeden Tag.»
Daneben gab es die Bewegung »Das andere Kino«, in Köln unter dem Label XSCREEN. 800 Leute kamen ins Theater am Rudolfplatz, als im Dezember 1968 Andy Warhols Chelsea Girls gezeigt wurde. Ein Ereignis, über das Brinkmann im «Kölner Stadt-Anzeiger» schrieb: «Man muß begreifen lernen, daß ‹Leben› Film ist und nichts Natürliches – wir alle leben in der Oberfläche von ‹Bildern, die sich bewegen›. Dasein heißt Kino. 24 Stunden lang jeden Tag.»
Das war etwas anders als die Gangsterfilme, die er in den Spätvorstellungen sah. Brinkmann: «Beim ‹Leben› mit diesem Film (während er abläuft) löst sich unmerklich das vorgegebene Empfinden von der angenommenen eigenen Realität auf – die Unterscheidung, was imaginär ist, das auf der Leinwand Projizierte oder man selbst, verwischt sich ... in einer permanenten Fluktuation scheint mal das außen Gezeigte auf der Leinwand, mal man selbst imaginär ... das hat bisher noch kein Supermonsterstreifen geschafft.»
«Underground in Köln» kündigte der «Kölner Stadt-Anzeiger» am 11. Oktober 1968 an. «Progressive Künstler und ihr Anhang» wollten «mit Beat, Bier, Film und Literatur» ein Nonstop-Festival nach amerikanischem Muster veranstalten – und gingen dazu in den Untergrund: Der noch im Rohbau befindliche U-Bahnhof am Neumarkt bot die richtige Kulisse.
«Underground in Köln» kündigte der «Kölner Stadt-Anzeiger» am 11. Oktober 1968 an. «Progressive Künstler und ihr Anhang» wollten «mit Beat, Bier, Film und Literatur» ein Nonstop-Festival nach amerikanischem Muster veranstalten – und gingen dazu in den Untergrund: Der noch im Rohbau befindliche U-Bahnhof am Neumarkt bot die richtige Kulisse.