David Safier

Seine Serie «Berlin, Berlin» brachte Frische und Tempo in den Vorabend: ein kühner Genremix, der Voice-Over und Zeichentrick einschließt. Der Irrsinn des Alltags, das Gefühlschaos der jungen Liebe, eingefangen in pointierten Dialogen und locker entwickelter Situationskomik: Kein Wunder, dass Lolle rasch eine riesige Fangemeinde hatte, zu der auch die Fernsehkritiker gehörten.

Wenn Serienfiguren ihren eigenen Willen haben, wird es gefährlich. In Folge 81 traf Lolle auf ihren Autor und warf ihm vor, er wollte ihren Freund Sven sterben lassen. Und warum – nur weil die Figur auserzählt sei, und damit es noch eine 5. Staffel geben könnte… Dem Autor blieb nichts anderes übrig, als noch rasch einen Deus ex machina aus dem Hut zu zaubern, und nach der 4. Staffel war definitiv Schluss. Seitdem schreibt David Safier nur noch Romane (vier Bücher, Gesamtauflage über zwei Millionen) und liebäugelt nur noch gelegentlich mit dem Drehbuchschreiben.


David Safier, 1966 geboren in Bremen.

Er sammelte Berufserfahrung zunächst als Moderator und Redakteur beim Radio, entwickelte in dieser Zeit Hörspiele und Comedyreihen und arbeitete 1995–1996 als Fernsehjournalist für Radio Bremen und Sat.1.

Die von ihm konzipierte und geschriebene Dramedyserie «Berlin, Berlin» wurde Kult und auch international ein Erfolg. Neben dem Deutschen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis erhielt Safier 2004 eine Auszeichnung, die in dieser Kategorie zuvor noch nie an eine deutsche Produktion verliehen wurde: den International Emmy.

Sein erster Roman «Mieses Karma» (2007) stand 25 Wochen auf der «Spiegel»-Bestsellerliste und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Es folgten die Romane «Jesus liebt mich», «Plötzliche Shakespeare» und «Happy Family», die allesamt Bestseller wurden.

David Safier lebt in Bremen.