Horst Königstein
Er ist der Mann für «Sonderprojekte». Wo sonst mit starremBlick auf die Quote simple Formate ausgefüllt werden,
riskiert er aufregende Innovationen, erfindet Formen, die
in kein Sendeschema passen. Ein Kreativer in der Anstalt –
die Filmografie der von ihm initiierten und realisierten Produktionen muss sich auf eine Auswahl beschränken – und
selbst ein Filmautor, der ein Faible hat für die Mythen des
20. Jahrhunderts. Sei es eine Hollywood-Diva wie Joan
Crawford, ein deutsches Filmsternchen namens Liane oder
der Tag, an dem Elvis nach Bremerhaven kam: Königstein
versteht es, Trash und Nostalgie, intelligenten Klatsch und
moderne Legenden, Alltag und Glamour zusammenzubringen.
Horst Königstein, 1945 geboren in Bremen. Studium und Promotion, freier Mitarbeiter bei Radio Bremen; 1969 erhielt er den Förderpreis für junge Journalisten der ARD, den Kurt-Magnus-Preis.
Seit 1970 Redakteur beim NDR, zunächst in der Redaktion Weiterbildung, seit 1989 zuständig für Sonderprojekte im Bereich Fernsehspiel /Unterhaltung/
Serien.
Mit Heinrich Breloer entwickelte er das Doku-Drama, dessen Wirksamkeit ihre gemeinsamen Produktionen wie «Das Beil von Wandsbek» und «Die Manns» bewiesen.
Mehrere Buchpublikationen, Liedertexte u.a. für Peter Gabriel und Udo Lindenberg, Theater- und Musical-Regie. Lehraufträge in Göttingen und München, seit 1990 Professor an der Kunsthochschule für
Medien in Köln.
Zahlreiche Preise und Auszeichnungen,
darunter 1993 die Besondere Ehrung des Grimme-Preises für seine konzeptionellen
Leistungen.
Horst Königstein lebt in Hamburg.