Heinrich Breloer

«Ein nationales Ereignis», schwärmte Marcel Reich-Ranicki
bei der Erstsendung von «Die Manns», und der
Literaturpapst fügte verwundert hinzu: «Wir haben es
dem Fernsehen zu verdanken.»

Die offene Form des Doku-Dramas, in dem inszenierte und dokumentarische Teile nahtlos verschmelzen, beherrscht Heinrich Breloer wie kein anderer, und «Die Manns» (mit Armin Mueller-Stahl und Monica Bleibtreu, nicht zu vergessen Elisabeth Mann-Borgese) wurden sein Meisterwerk: Diese deutsche Familiengeschichte, zugleich ein Jahrhundertroman, war ein Erfolg beim Publikum und wurde auch international gefeiert.

Heinrich Breloer ruht esich jedoch nicht auf den Lorbeeren
aus: Sein nächstes Projekt über Albert Speer wurde 2005 bereits im Programm der ARD ausgestrahlt.


Heinrich Breloer, 1942 geboren in Gelsenkirchen. Studium an den Universitäten Bonn und Hamburg (Literaturwissenschaften und Philosophie), Promotion.

Seit 1972 freier Autor und Regisseur: weit über 30 vielbeachtete Fernsehfilme, medienkritische Beiträge und – z.T. in Zusammenarbeit mit Horst Königstein – Entwicklung des «Doku-Dramas».

Breloer erhielt für sein Filmschaffen zahlreiche Auszeichnungen, darunter siebenmal den Adolf-Grimme-Preis, den Telestar, Bambi, Prix Europa, die Gold Medal des New York Film- und TV- Festivals, 2002 für «Die Manns» den Internationalen Emmy sowie 2005 den Hans-Abich-Preis.

Viele Buchveröffentlichungen, zuletzt «Die Manns. Ein Jahrhundertroman» und «Unterwegs zur Familie Mann. Begegnungen, Gespräche, Interviews».

Heinrich Breloer lebt in Köln.